Sie finden Working Equitation spannend und möchten gemeinsam mit Ihrem Pferd die Trailhindernisse dieser Disziplin kennenlernen?
In unserem Trailparcours können Sie unter Anleitung unserer Trainerin Corinna Hengefeld-Syré Ihr Pferd spielerisch an die einzelnen Hindernisse heranführen. Sie erfahren, wie die Verbesserung der Durchlässigkeit und Lektionen der klassischen Dressur bei dieser Aufgabe helfen! Auch völlige Neueinsteiger sind willkommen!
Working Equitation ist eine vielseitige und anspruchsvolle Reitsportdisziplin, die ihren Ursprung in der traditionellen iberischen und lateinamerikanischen Arbeit mit dem Pferd hat. Diese Sportart verbindet klassische Reitkunst mit praktischen Fähigkeiten aus der Rinderarbeit und stellt dabei sowohl das Pferd als auch den Reiter vor abwechslungsreiche Aufgaben. Working Equitation erfreut sich weltweit wachsender Beliebtheit – und das aus gutem Grund.
Die Wurzeln der Working Equitation liegen in der iberischen Halbinsel, wo Pferde seit Jahrhunderten bei der Rinderhütung eingesetzt wurden. Reiter in Portugal, Spanien, aber auch in Südamerika und Italien entwickelten über Generationen hinweg eine enge Verbindung zu ihren Pferden, die auf gegenseitigem Vertrauen, Gehorsam und Agilität basierte.
Im Jahr 1996 wurde Working Equitation als internationaler Wettkampfsport offiziell anerkannt. Seitdem wächst die Gemeinschaft der Begeisterten stetig, und Weltmeisterschaften sowie internationale Turniere finden regelmäßig statt. Der Weltverband WAWE (World Association for Working Equitation) koordiniert die sportlichen Aktivitäten auf globaler Ebene.
Working Equitation gliedert sich in bis zu vier Prüfungen, die je nach Wettkampfniveau kombiniert werden:
Die Dressurprüfung zeigt die klassische Ausbildung des Pferdes. Ähnlich wie in der klassischen Dressur werden Lektionen wie Schulterherein, Traversale, Pirouetten und Übergänge bewertet. Im Vordergrund steht die Harmonie zwischen Reiter und Pferd sowie die korrekte, losgelassene Bewegung des Pferdes. Bewertet werden Durchlässigkeit, Taktreinheit und die Eleganz des Paares.
Dies ist das Herzstück der Working Equitation. Auf einem Trail Parcour müssen Reiter und Pferd verschiedene traditionelle Hindernisse meistern, die dem Pferd / Reiter Paar Fähigkeiten abverlangen, die der Arbeit auf dem Feld und mit dem Rind nachempfunden sind.
In dieser Prüfung ab der Klasse L wird derselbe Hindernisparcours wie in der Dressur Trail absolviert – diesmal jedoch auf Zeit. Hier stehen Schnelligkeit und Präzision im Fokus. Fehler werden mit Zeitstrafen geahndet. Diese Prüfung ist besonders spektakulär und beim Publikum sehr beliebt.
Ab der Klasse M kommt auch die Arbeit mit Rindern dazu. Reiter müssen ein einzelnes Tier aus einer Herde heraustreiben, kontrollieren und in eine bestimmte Richtung lenken – ganz wie bei der ursprünglichen Rinderarbeit auf dem Feld. Diese Disziplin erfordert ein besonders feines Zusammenspiel zwischen Pferd und Reiter sowie ein ruhiges, sicheres Auftreten gegenüber den Tieren.
Für die Teilnahme an der Rinderprüfung ist ein bestandener Rinderschein für Pferd und Reiter Pflicht.
Tor öffnen, durchreiten und schließen – einhändig, ohne abzusitzen
Fahnenwechsel – eine Fahne aus einem Behälter nehmen und in einen anderen stecken
Slalom durch Stangen – präzise Lenkung und Biegung gefordert
Brücke überqueren – Standfestigkeit und Vertrauen des Pferdes
Wassergraben – Überwindung von Hindernissen
Stier– Aufnehmen und Transportieren eines Ringes mit einer Garrocha
Rückwärtsslalom oder Stangen L – Kontrolle und Lenkung auch im Rückwärts
Seitwärts über eine Stange – Durchlässigkeit und Gehorsam am den Reiterhilfen
Pferch – Versammlungsbereitschaft und Vertrauen
2 oder 3 Tonnen – Versammlungsbereitschaft und Linienführung
Grundsätzlich sind alle Pferderassen für Working Equitation geeignet. Traditionell werden häufig iberische Rassen wie der Lusitano oder der PRE (Pura Raza Española) eingesetzt, da sie aufgrund ihrer Züchtungsgeschichte besonders beweglich, gelehrig und nervenstark sind. Ebenso sind aber auch Quarter Horses, Arabisches Vollblut, Haflinger, Friesen und viele Warmblüter erfolgreich in dieser Sportart vertreten. Entscheidend sind Temperament, Ausbildungsstand und die Teamarbeit zwischen Pferd und Reiter – nicht die Rasse.
Ein besonderes Merkmal der Working Equitation ist die traditionelle Ausrüstung, die je nach nationaler Herkunft variiert. Typisch sind traditionell spanische oder portugiesische Reitkostüme.
Working Equitation bietet zahlreiche Vorteile für die ganzheitliche Ausbildung von Pferd und Reiter:
Working Equitation ist keine elitäre Sportart – sie steht Reitern aller Levels offen. Anfänger können mit einfachen Hindernissen und im Schritt beginnen, während Fortgeschrittene komplexe Parcours im Galopp bewältigen.
Du bist fasziniert von Working Equitation und möchtest diese einzigartige Sportart selbst erleben, erlernen oder auf Turnierniveau bringen?
Bei equi-art Reitkunst verbinden wir die Philosophie der klassischen Reitkunst mit der Vielseitigkeit und Lebendigkeit der Working Equitation. Unser erfahrenes Team begleitet dich und dein Pferd individuell, respektvoll und mit echter Leidenschaft – ganz im Sinne einer harmonischen und pferdegerechten Ausbildung.
Ob du erste Schritte in der Working Equitation wagen oder dein bestehendes Können verfeinern möchtest – wir sind dir und deinem Pferd gerne behilflich.