Daggy & Janosch

Daggy & Janosch
Daggy & Janosch
Okt. 2013 – Hallo, ich bin Daggy (48 J.) und habe mit meinem Janosch (19 J.) seit ca. einem halben Jahr Unterricht bei Corinna.

Janosch ist ein Fjordpferd “vom alten Schlag” und hat eine leichte Fehlstellung der Vorderbeine, wodurch sich dort Überbeine gebildet haben. Er belastet stark die Vorhand, was in dem Fall natürlich doppelt schädlich ist. Das führt dazu, dass er häufig stolpert, was seiner Rassebeschreibung (“trittsicheres Gebirgspferd”) widerspricht. Unser Ziel ist es, seine Hinterhand zu aktivieren, was uns schon zusehends gelingt. Mittlerweile kann ich ihn im Trab gut aussitzen, was ich jahrelang am Liebsten vermieden habe. Es klappt immer öfter,den Galopp, der früher flach und holprig war, in einen gut zu sitzenden, durchgesprungenen zu verwandeln. Janosch ist superaufmerksam und scheint, genau wie ich, Spaß an den neuen Aufgaben zu haben.

Und jetzt zu mir. Mir stehen beim Reiten oft meine verschiedenen Ängste im Weg. Seit einem Sturz durch Stolpern vor zwei Jahren habe ich ständig Angst, dass das wieder passiert. Alle neuen Situationen verunsichern mich erstmal. Zum Beispiel: Wir sind seit einem Jahr zum ersten Mal wieder in der Halle.

“Wie wird Janosch auf die Geräusche reagieren? Was passiert, wenn plötzlich jemand die Tür aufreißt? Wie reagiert er auf das Alleinsein in der Halle?…..” So kriege ich es hin, mein eigentlich supercooles Pferd zu verunsichern und nervös zu machen.

Und Corinna schafft es immer wieder, mich so in die eigentliche “Arbeit” zu verstricken, dass ich mehr und mehr auf mein Pferd fokussiert bin und Außenreize ausblende, sodass wir am Ende beide wieder entspannt sind. Sie achtet dabei auch auf ruhige Atmung und lockeren Sitz. Das kommt auch meiner eigenen Rücken- und Nackenproblematik zugute. Corinna stellt sich sowohl auf meine als auch auf Janoschs körperlichen und geistigen Voraussetzungen ein und berücksichtigt gleichzeitig die jeweilige Tagesverfassung und die äußeren Gegebenheiten (Platz oder Halle, Boden ist nicht gut…). Dabei ist sie äußerst kreativ und es gelingt ihr immer, dass die Reitstunde für Pferd und Reiter mit einem guten Gefühl beendet wird. Ich hoffe, durch gezieltere Hilfengebung und viele gute Erfahrungen im Laufe der Zeit zunehmend Sicherheit zu gewinnen und gehe stets mit froher Erwartung in die Reitstunde. Ich möchte mich jetzt schon bedanken für alle Fortschritte, die wir gemacht haben, und besonders dafür, dass Du so viel Geduld mit mir hast.

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